Medienmitteilung

Zur Konsultation Sonderpädagogik: Mehr Augenmass und Kostenübersicht – weniger Therapiewahn

Die SVP Kanton Bern erwartet von der Erziehungsdirektion, dass sie bei der Sonderpädagogik Augenmass walten lässt: Immer mehr Sondersettings sind weder sinnvoll noch bezahlbar.

Die geplante Zuständigkeitsregelung ist sinnvoll. Zentral ist aber, dass die Kosten und Kostenverschiebungen detailliert aufgezeigt werden, insbesondere auch betreffend Abklärungsverfahren und Anpassung der Anstellungsbedingungen. Momentan fehlen die Angaben zu den zusätzlichen Kosten oder allfälligen Ersparnissen, die erreicht werden könnten, sowohl in Bezug auf die Gemeinden wie auch auf Stufe kantonale Verwaltung.

Vermisst werden auch Aussagen zur strategischen Ausrichtung des Bereichs. Die SVP Kanton Bern betrachtet mit Sorge, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler in der Regelschule als Kinder mit besonderem Förderbedarf bezeichnet werden. Es scheint sich geradezu ein Therapiewahn zu entwickeln. Anstatt Chancengleichheit zu schaffen, wird auf Biegen und Brechen generelle Gleichheit angestrebt. Die Integration möglichst vieler Kinder in die Regelschule ist nachvollziehbar und gezielte Förderung kann angezeigt sein. Nicht zielführend sind jedoch die Abschaffung aller Sonderschulen und die Behandlung jeder kleinsten Besonderheit. Der Trend, alles und jedes abzuklären, zu diagnostizieren und zu therapieren macht aus unseren Kindern Versuchskaninchen und ist weder sinnvoll noch bezahlbar.

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