Medienmitteilung

Platz für Fahrende, aber kein Gehör für einheimische Camper?

Die SVP Kanton Bern ist konsterniert über den Entscheid, in Gampelen einen provisorischen Transitplatz für Fahrende zu eröffnen, während ein seit 1955 bestehender, äusserst beliebter Campingplatz in derselben Gemeinde nicht mehr weitergeführt werden darf. Sie hat heute eine Motion eingereicht, die den Regierungsrat dazu auffordert, dafür zu sorgen, dass der Campingplatz Fanel nach 2024 weiterbetrieben werden kann.

Seit 1955 besteht im Gebiet „Fanel“ der Gemeinde Gampelen am Ufer des Neuenburgersees ein idyllischer Campingplatz. Der Platz wurde damals gesetzeskonform errichtet, liegt nun aber in einer Naturschutzzone. Nach einer jahrelangen Zermürbungstaktik der Naturschutzverbände ist der Weiterbetrieb des Campingplatzes nach 2024 nicht mehr gesichert, obwohl gemäss einem Urteil des Verwaltungsgerichts weitere Abklärungen zur Frage notwendig wären, ob der Campingbetrieb die Schutzgebiete überhaupt beeinträchtigt. Die Interessen der jahrelangen Camperinnen und Camper, unterstützt durch eine von über 19‘000 Personen unterzeichnete Petition, fanden dabei kein Gehör. Umso befremdlicher und für die betroffenen Camperinnen und Camper wie ein Hohn ist, wenn derselbe Kanton nun in der gleichen Gemeinde Gampelen einen provisorischen Transitplatz für Fahrende eröffnet. Und umso konsternierender ist, wenn derselbe Kanton in der nur 15 km. entfernten Gemeinde Wileroltigen auch noch einen Transitplatz für über 3.5 Millionen bauen will, obwohl sich die Einwohnerinnen und Einwohner dezidiert dagegen ausgesprochen haben.

Es darf nicht sein, dass die Interessen der einheimischen Bevölkerung hinter den Bedürfnissen einer nicht ortsansässigen Minderheit zurückstehen müssen. Die SVP Kanton Bern fordert deshalb den Regierungsrat mittels Motion dazu auf, den Weiterbetrieb des Campingplatzes Fanel zu ermöglichen. Sie hat zudem bereits beschlossen, das Referendum gegen den Kredit für den Transitplatz Wileroltigen zu unterstützen. Auch wird sie genau beobachten, welches die Auswirkungen des provisorischen Transitplatzes Gampelen sind. Bei negativen Folgen wird sie sich dafür einsetzen, dass dieser unverzüglich geschlossen wird.

Motion: Weiterbetrieb des Campingplatzes Fanel

Der Regierungsrat wird aufgefordert, dafür zu sorgen, dass der Campingplatz Fanel nach 2024 weiterbetrieben werden kann, allenfalls durch eine Verlängerung/Anpassung des derzeitigen Vertrages, eine Sondernutzungsplanung oder andere geeignete Massnahmen.

Begründung: Die über 19‘000 Petitionärinnen und Petitionäre zeigen, dass es ein grosses Bedürfnis ist, den Campingplatz Fanel weiterzubetreiben. Der Campingplatz Fanel wurde 1955 gesetzeskonform errichtet und trotz mittlerweile geänderter Rechtsgrundlage ist nicht ersichtlich, weshalb der Mensch nach über 60 Jahren im Gebiet Fanel keinen Platz mehr haben soll. Vielmehr ist die nachweisbare Artenvielfalt im Gebiet der beste Beleg dafür, dass der Campingplatz den Interessen des Natur- und Artenschutzes nicht zuwiderläuft. Das Verwaltungsgericht hat in seinem Urteil vom 18.12.2017 denn auch ausdrücklich festgehalten, dass weitere Abklärungen zur Frage notwendig wären, inwiefern der Campingbetrieb die Schutzgebiete überhaupt beeinträchtigt. Überdies hat das Verwaltungsgericht festgestellt, dass das Verbot eines neuen Vertragsabschlusses nicht in Betracht komme, und schreibt: „Will der Kanton die Weiterführung des Campingbetriebs ermöglichen, wird er über das weitere Vorgehen im Sinne der vorstehenden Erwägung zu entscheiden haben (…); über die Zukunft des Campingplatzes ist damit noch nicht entschieden“. Auch das Verwaltungsgericht schliesst somit eine Weiterführung des Campingbetriebs richtigerweise nicht aus.

 

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