Medienmitteilung

Nein-Komitee setzt Zeichen gegen teures Kunstmuseum-Projekt

Das überparteiliche Komitee «Nein zum Millionenprojekt Kunstmuseum Bern» hat im Kultur- und Veranstaltungsort DISPO in Nidau seine Argumente gegen den Projektierungskredit für das Kunstmuseum Bern präsentiert. Vertreterinnen und Vertreter aus SVP, FDP, GLP, Mitte und EDU legten ihre Kritikpunkte zum Projekt «Eiger» dar und warben für ein Nein an der kantonalen Abstimmung vom 14. Juni 2026.

Das Nein-Komitee kritisiert insbesondere die hohen Kosten, die unklaren finanziellen Perspektiven sowie die verkehrspolitischen Folgen des Projekts. Aus Sicht des Komitees ist das geplante Bauvorhaben überdimensioniert und mit erheblichen Risiken verbunden. Gleichzeitig seien zentrale Fragen zur Finanzierung noch nicht geklärt. Zudem drohten verkehrliche Einschränkungen im Umfeld des Museums, deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Bevölkerung zu wenig berücksichtigt würden.

Kunst soll unter die Menschen – nicht in teure Prestigeprojekte

Beim Projekt «Eiger» wurden primär Architekten und nicht Kunstschaffende einbezogen. Das Projekt wirkt austauschbar und wenig inspirierend. Es ist «langweilig» und erinnert stark an bestehende Projekte, etwa an das Museumskonzept der Fondation Beyeler in Basel.

Offene Finanzierungsfragen bleiben bestehen

Gemäss Angaben auf der Website des Kunstmuseums Bern Stand März 2026 fehlen weiterhin rund 11 Millionen Franken an gesicherten Mitteln. Zudem sind weitere Kosten absehbar, etwa im Zusammenhang mit der Abgrenzung zur benachbarten Polizeiwache. Diese Kosten sind bislang nicht im Projekt enthalten, was zusätzliche finanzielle Risiken mit sich bringt.

Verkehrliche Auswirkungen dürfen nicht unterschätzt werden

Insbesondere die drohende Schliessung beziehungsweise starke Verkehrsberuhigung der Hodlerstrasse ist weiterhin nicht vom Tisch. Entscheidend ist dabei, dass die geplanten Verkehrsänderungen keine Erfindung der Gegnerinnen und Gegner sind. Vielmehr hält selbst das Befürworter-Komitee fest, dass die Hodlerstrasse «weitgehend verkehrsberuhigt» werden soll. Genau dies bestätigt die Sorgen des Nein-Komitees. Die Interessen von Wirtschaft und Verkehr müssen zwingend stärker berücksichtigt werden.

Beispiel DISPO zeigt: Kultur funktioniert auch ohne Millionenbau

Der Veranstaltungsort der Medienkonferenz DISPO selbst zeigt als lebendige Kulturinstitution, dass kulturelle Angebote auch ohne riesige Neubauprojekte erfolgreich funktionieren können. Es steht beispielhaft für eine Kulturpolitik, die auf Kreativität und Nutzung bestehender Infrastruktur setzt anstatt auf kostenintensive Neubauten.

Stimmvolk soll das letzte Wort haben

Zu beachten ist auch die demokratische Dimension der Abstimmung. Gerade weil die rechtlichen Grundlagen Spielraum lassen und eine vollständige Mitfinanzierung nicht gesichert ist, ist es richtig und wichtig, dass das Stimmvolk über dieses Projekt entscheiden kann. Es geht nicht um ein Ja oder Nein zur Kunst. Vielmehr geht es um Augenmass, klare Prioritäten und einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern.

Mehrjährige Schliessung droht auch bei Umsetzung des Projekts

Überraschend ist schliesslich die Darstellung, wonach eine Ablehnung des Kredits zu einer teilweisen Schliessung des Kunstmuseums führen würde. Tatsache ist vielmehr, dass gemäss Angaben des Regierungsrates bei einer Umsetzung des Projekts «Eiger» das Kunstmuseum von 2029 bis 2033, also während rund vier Jahren, vollständig geschlossen wäre.

Finanzierung des Komitees erfolgt transparent

Das Nein-Komitee finanziert seine Aktivitäten über Beiträge der Komiteemitglieder und der beteiligten Parteien sowie über ein Crowdfunding. Ziel sei es, rund 30’000 Franken zu sammeln.

Vor diesem Hintergrund ist das Komitee erstaunt darüber, dass das Pro-Komitee gemäss eigenen Angaben bis zu 500’000 Franken für den Abstimmungskampf einsetzen will. Aus Sicht des Nein-Komitees wäre dieses Geld besser direkt in kulturelle Angebote investiert.

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